Förderung der Akzeptanz beim Konsumenten

Obwohl die Vorteile einer Insektenernährung erforscht und bekannt sind, besteht in den westlichen Kulturen meist noch Ablehnung und Ekel der Entomophagie gegenüber. Dies stellt für eine umfassende Einführung von Insekten als Nahrung derzeit noch ein Hindernis dar.
Beispiele aus anderen Bereichen zeigen allerdings, dass Nahrungsgewohnheiten sich schnell anpassen und verändern können. Die zügige Verbreitung und gestiegene Akzeptanz des Konsums von rohem Fisch in Form von Sushi lässt sich hier als Exempel anführen.

Ziel der Politik, der Vereinten Nationen und auch der Lebensmittelindustrie muss es deshalb sein, die Akzeptanz und das Ansehen von Insekten als Lebensmittel beim Konsumenten noch weiter zu erhöhen und das bislang brachliegende Potential dieser kulinarischen Facette auch hierzulande endlich zu nutzen.

Durch Aufklärung, der Entwicklung neuer Lebensmittelprodukte und Rezepte sowie einem vermehrten Angebot von Insekten in Restaurants, Imbissketten und Supermärkten könnten das öffentliche Bewusstsein gegenüber Insekten positiv verändert und Hemmschwellen verringert werden, um so eine Kultur der Entomophagie zu schaffen.

Ebenso müssen in Schwellenländern und Regionen, in denen die Entomophagie bereits eine Tradition hat, entsprechende Strukturen und Ernährungsgewohnheiten gefestigt werden, da mit zunehmendem Wohlstand dort häufig auch ein vermehrter westlicher Einfluss spürbar ist, der sowohl die Alltags- als auch die Esskultur umfasst. Infolge dessen könnten Insekten als Nahrungsbestandteil eine geringere Akzeptanz erfahren, während mit einer Erhöhung des Fleischkonsums zu rechnen ist.

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